Die Bouldertherapie verbindet handlungsorientierte Elemente des Boulderns mit psychotherapeutischen Interventionen aus der kognitiven Verhaltenstherapie und Achtsamkeits- sowie Entspannungsübungen.

Die Forschungslage zur präventiven und therapeutischen Wirkung des Kletterns und Boulderns zeigt bereits sehr positive Effekte. So konnte nachgewiesen werden, dass eine Boulderpsychotherapie wirksamer ist als körperliche Aktivität alleine und mindestens genauso wirksam wie eine kognitive Verhaltenstherapie.

Trotz der sehr guten Studienlage ist die Bouldertherapie noch in der Forschungsphase und wird derzeit noch nicht von den Sozialversicherungsträgern anerkannt, sodass entstehende Kosten noch nicht über Rezept über die Krankenkassen abgerechnet werden können.

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Bouldern stoppt das Grübeln

Auch wenn Ausdauersport hilft, Stress abzubauen und Glückshormone auszuschütten: Wer joggt oder schwimmt, kann weiter negativen Gedanken nachgehen. Wer an der Kletterwand seinen Weg nach oben erarbeiten muss, kann hingegen an nichts anderes denken, als welchen Griff er*sie als nächstes benutzt. Diese Fokussierung gibt dem grübelndem Hirn eine Pause.

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Bouldern stärkt das Selbstwertgefühl

Die Griffe an einer Kletterwand werden passenderweise Probleme genannt. Wer sich dran hängt, muss das Problem lösen – also einen Weg nach oben finden. Depressiven Menschen kann die Herausforderung und diese Form der Selbstwirksamkeit helfen, ihre Grenzen auszutesten und über diese hinauszuwachsen. Dies kann das Selbstwertgefühl stärken. Zudem ist Bouldern eine Sportart, die keine besonderen Vorkenntnisse erfordert. Über den Schwierigkeitsgrad und die Höhe, die man erklimmen möchte, kann man selbst bestimmen.

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Bouldern weckt Gefühle

Vielen Menschen, die in einer depressiven Phase stecken, fällt es schwer, Zugang zu ihren Gefühlen zu finden. Sie fühlen sich leer. Klettern kann verschiedenste Emotionen auslösen: von Angst und Frust, eine Route nicht zu schaffen bis hin zu Freude, wenn man doch oben ankommt. Wie im wahren Leben lassen sich aber auch an der Wand nicht alle Probleme auf Anhieb lösen. Manche brauchen Geduld und Training. Wer regelmäßig bouldert, kann so den Umgang mit den eigenen Gefühlen trainieren.

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Bouldern ist sozial

Wer bereits in einer Boulderhalle war, weiß: Bouldern ist ein ausgesprochen sozialer Sport. Auch wenn man allein an der Wand hängt, gehen viele in der Gruppe zum Klettern. Gemeinsam werden Routen überlegt und sich gegenseitig angefeuert. Anstatt miteinander zu konkurrieren, helfen sich die Kletterer einander. Für depressive Menschen, die sich oft zurückziehen, kann das eine heilsame Erfahrung sein.